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Jakob Lorber

Rhema – Jesus erklärt die 4 Feuer der Läuterung – Grosses Johannes Evangelium durch Jakob Lorber

Grosses Johannes Evangelium durch Jakob LorberJesu Voraussage über Die 4 Feuer der Läuterung

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8, aus den Kapiteln 185 bis 187
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Wir stehen schon mittendrin …

Kapitel 185 – Die beiden ersten Arten der Läuterungsfeuer

Der Herr spricht:

185,1. Darauf erhob sich der Wirt, der Vater des Kado, und sagte: „O Herr und Meister, wie wird es denn in jener Zeit aussehen, von der Du gesagt hast, dass in ihr die Menschen vor Deiner abermaligen Ankunft durchs Feuer würden geläutert werden, und was für ein Feuer wird das wohl sein?“

185,2. Sagte Ich: „Ja, Freund, das Feuer wird heissen grosse und allgemeine Not, Elend und Trübsal, wie die Erde eine grössere noch nie gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen und die Liebe erkalten, und alle armen Geschlechter werden klagen und verschmachten, aber die Grossen und Mächtigen und die Könige dieser Welt werden den Bittenden dennoch nicht helfen ob des zu grossen Hochmutes und daraus auch ob der zu grossen Härte ihres Herzens!

185,3. Also wird auch ein Volk sich erheben wider das andere und wird es bekriegen mit Feuerwaffen. Dadurch werden die Herrscher in grosse, unerschwingbare Schulden geraten und werden ihre Untertanen mit unerschwingbaren Steuern quälen. Es wird dadurch entstehen eine übermässige Teuerung, Hungersnot, viele böse Krankheiten und Seuchen und Pestilenz unter den Menschen, Tieren und sogar Pflanzen!

185,4. Auch werden da sein grosse Stürme auf dem trockenen Lande und auf dem Meere, und Erdbeben, und das Meer wird an vielen Orten die Ufer überfluten, und da werden die Menschen in grosse Furcht und Angst versetzt werden vor Erwartung der Dinge, die da über die Erde kommen werden!

185,5. Das alles wird darum zugelassen werden, um die Menschen von ihrem Hochmut und von ihrer Selbstsucht und von ihrer grossen Trägheit abzuwenden. Die Grossen und sich mächtig Dünkenden werden mit der Langweile gezüchtigt werden und werden durch sie, um diese Qual loszuwerden, zur Tätigkeit sich anzuschicken genötigt sein.

185,6. Und siehe, das ist die erste Gattung des Feuers, durch das die Menschen für Meine abermalige Ankunft werden geläutert werden.

185,7. In derselben Zeit aber wird auch das natürliche Feuer einen gewaltigen Dienst zu versehen überkommen. Das Feuer wird die Schiffe auf allen Meeren mit mehr denn der Schnelligkeit der Winde umhertreiben; auch werden die Menschen durch ihren scharfen Verstand eherne Wagen und Strassen machen, und statt der Zugtiere werden sie Feuer vor den Wagen einspannen und mit seiner Gewalt schneller denn ein abgeschossener Pfeil über die Erde weit hinfahren.

185,8. Also werden sie auch den Blitz zu bannen verstehen und denselben zum schnellsten Überbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde zum andern machen. Und so sie, die stolzen und habgierigen Könige, miteinander Krieg führen werden, so wird dabei das Feuer auch den entscheidendsten Dienst zu versehen bekommen; denn durch seine Gewalt werden eherne Massen in Kugelgestalt von grosser Schwere in Blitzesschnelle gegen den Feind, gegen die Städte und Festungen geschleudert werden und grosse Verheerungen anrichten.

185,9. Und die erfinderischen Menschen werden es mit diesen Waffen so weit treiben, dass dann bald kein Volk gegen das andere mehr einen Krieg wird anfangen können. Denn werden zwei Völker mit solchen Waffen sich anfallen, so werden sie sich auch leicht und bald bis auf den letzten Mann aufreiben, was gewiss keinem Teile einen wahren Sieg und Gewinn bringen wird. Das werden die Könige und ihre Heerführer bald einsehen und werden sich daher lieber im Frieden und guter Freundschaft vertragen; und wird sich irgend ein höchst stolzer und ehrgeizigster Störenfried erheben und gegen seinen Nachbarn ziehen, so werden sich die Friedliebenden vereinen und ihn züchtigen. Und auf diese Weise wird sich denn dann auch nach und nach der alte Friede unter den Völkern der Erde einstellen und dauernd befestigen.

185,10. So man nach dieser Meiner Gegenwart eintausend, achthundert und nahe neunzig Jahre zählen wird, da wird es nahe keinen Krieg auf der Erde mehr geben, – und um diese Zeit herum wird auch Meine persönliche Ankunft auf dieser Erde statthaben und die grösste Klärung der Menschen anfangen.

185,11. Unter den noch mehr wilden Völkern der Erde werden wohl noch Kriege vorkommen, aber sie werden auch unter ihnen dann bald zur Unmöglichkeit werden. Ich werde sie durch Meine gerechten und mächtigen Könige und Heerführer zu Paaren treiben und unter sie Mein Licht ausschütten lassen, und sie werden dann auch zu friedlichen und lichtfreundlichen Völkern umgewandelt werden.

185,12. Und sieh, das ist die zweite Art des Feuers, durch das die Menschen werden geläutert werden!“

Kapitel 186 – Das dritte und vierte Feuer der Läuterung

186,1. (Der Herr:) „Eine dritte Art Feuer aber wird darin bestehen, dass Ich schon etliche hundert Jahre vorher stets heller erleuchtete Seher und Propheten und Knechte erwecken werde, die in Meinem Namen die Völker allerorten ebenso klar und wahr über alles belehren und dadurch befreien werden von allerlei Trug und Lüge, die sich durch die falschen Propheten und Priester sogar in Meinem Namen den Weg bahnen werden zu ihrem Untergange – und damit den bösen Anfang in nicht gar zu langer Zeit beginnen werden und hie und da schon in dieser Meiner Zeit begonnen haben.

186,2. Diese werden falsche Zeichen und Wunder gleich den heidnischen Priestern tun und werden viele Menschen verführen und sich dabei grosse irdische Schätze, Reichtümer, Macht und ein grosses Ansehen bereiten; aber durch das dritte Feuer und sein hellstes Licht werden sie um alles kommen und völlig zugrunde gerichtet werden. Und die Könige und Fürsten, die ihnen werden helfen wollen, werden dabei um alle ihre Macht, um ihr Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde da Meine Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen, und so wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf der Erde unter den Menschen ein Ende nehmen.

186,3. Wie aber diese Nacht nun in der heidnischen, blinden und sinnlosen Zeremonie, die man Gottesdienst nennt, besteht, so wird sie auch in jenen Zeiten bestehen, aber durch die dritte Art des Feuers aus den Himmeln gänzlich zerstört und vernichtet werden! Denn die Lüge wird den Kampf mit dem Lichte der Wahrheit aus den Himmeln ebensowenig siegreich zu bestehen imstande sein, wie die natürliche Nacht der aufgegangenen Sonne Trotz bieten kann! Sie muss fliehen in ihre finsteren Höhlen und Tiefen, und die einmal im Lichte stehen, werden die Nacht nicht mehr aufsuchen gehen.

186,4. Ich habe dir nun die dritte Art des auf die Finsternis der Menschen höchst zerstörend einwirkenden Feuers gezeigt, und so will Ich dir denn auch noch eine vierte Art des Feuers zeigen, durch das die Erde und die Menschen und die gesamte Kreatur bei Meiner zweiten Ankunft geläutert werden sollen; und diese Art Feuer wird bestehen in grossen natürlichen Erdrevolutionen aller Art und Gattung, und zwar namentlich an jenen Punkten der Erde, auf denen sich die Menschen zu grosse und prachtvolle Städte werden erbaut haben, darinnen herrschen wird der grösste Hochmut, die Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht, Ansehen, Trägheit, dabei die grösste Armut, allerlei Not und Elend, herbeigeführt durch das zu hoch emporgewachsene Epikureertum der Grossen und Mächtigen.

186,5. In solchen Städten werden aus übertriebener Gewinnsucht auch allerlei Fabriken im grössten Massstabe errichtet werden, und es werden in ihnen an Stelle der Menschenhände arbeiten Feuer und Wasser im Verbande von tausenderlei kunstvollen, aus Erz angefertigten Maschinen. Die Feuerung wird mittels der uralten Erdkohlen bewerkstelligt werden, welche die derzeitigen Menschen sich in übergrossen Massen aus den Tiefen der Erde verschaffen werden.

186,6. Wenn solches Tun und Treiben durch die Gewalt des Feuers einmal seinen höchsten Punkt wird erreicht haben, da wird denn auf solchen Punkten die Erdluft auch zu mächtig mit den brennbaren Ätherarten erfüllt werden, die sich dann bald da und dort entzünden und solche Städte und Gegenden in Schutt und Asche verwandeln werden samt vielen ihrer Bewohner; und das wird dann wohl auch eine grosse und wirksame Läuterung sein. Was aber das auf diese Art bewirkte Feuer nicht erreichen wird, das werden andere grosse Erdstürme aller Art und Gattung dort erreichen, wo es von selbst verständlich nötig sein wird; denn ohne Not wird da nichts verbrannt und zerstört werden.

186,7. Dadurch aber wird dann auch die Erdluft von ihren bösen Dünsten und Naturgeistern befreit werden, was dann auf alle andere Kreatur der Erde einen segensreichen Einfluss ausüben wird, und was dann auch der natürlichen Gesundheit der Menschen dahin dienen wird, dass alle die vielen und bösen Leibeskrankheiten aufhören werden und die Menschen ein gesundes, kräftiges und hohes Alter werden erreichen können.

186,8. Weil die also geläuterten Menschen in Meinem Lichte stehen und lebendig und wahr die Gebote der Liebe für immerdar beachten werden, so wird der irdische Grundbesitz auch so verteilt sein unter den Menschen, dass da jedermann so viel haben wird, dass er bei einem rechten Fleisse nie eine Not zu leiden haben wird; und die Vorsteher der Gemeinden sowie die Könige werden, als völlig unter Meinem Willen und Lichte stehend, dafür sorgen, dass in einem Lande bei einem Volke nie ein Mangel eintreten soll. Und Ich Selbst werde bald da und bald dort die Menschen besuchen und sie stärken und aufrichten, wo immer die Menschen die grösste Sehnsucht nach und die meiste Liebe zu Mir haben werden.

186,9. Und mit dem hast du denn nun auch eine für euch Griechen wohlverständliche Antwort auf deine Frage. Sie ist freilich eine Weissagung für eine noch ziemlich ferne Zukunft, die aber nicht unerfüllt bleiben wird; denn alles kann eher vergehen, selbst diese Erde und der ganze sichtbare Himmel, als dass eines Meiner Worte und Verheissungen unerfüllt bliebe. – Hast du das nun wohl verstanden?“

Kapitel 187 – Die Bedingungen zur Wiederkunft des Herrn

187,1. Sagte der alte Wirt: „Ja, Herr und Meister, das haben wir alle sicher ganz wohl verstanden! Es ist, was die vier Arten des Feuers zur Läuterung der Menschen und der gesamten Erde betrifft, zwar wohl nichts Erfreuliches und Angenehmes, und man könnte da füglich fragen, warum von einem höchst weisen und höchst guten Gott so etwas zugelassen wird. Aber weil Gott eben höchst weise und höchst gut ist, so wird Er auch wohl am besten wissen, warum Er solches alles zulässt. Wir aber danken Dir dennoch für die Enthüllung der Zukunft und sind nun gar sehr froh darob, dass wir jetzt schon auf dieser Erde leben bei Deiner diesmaligen ersten Ankunft; denn soviel es mir nun ganz klar vorkommt, so ist in dieser Zeit denn doch alles noch um ein Bedeutendes und Grosses besser unter den Menschen auf der Erde, als es bei Deiner abermaligen zweiten Ankunft sein wird.

187,2. Ich kann mir wohl freilich nun keine Vorstellung von dem machen, wo und welche grossen Städte die Menschen mit der Zeit noch erbauen werden, und wie sie die Kraft der Elemente und sogar die der Blitze zu ihrem Gebrauche regeln und zügeln werden, – allein ich und sicher wir alle sind froh, dass wir das nicht begreifen und die Kraft der Elemente noch von Deiner Weisheit und Macht leiten sehen; denn verstünden wir das nun schon, so würde die arge Zeit der Läuterung durch die vier Arten Feuer sicher noch eher eintreten, als Du, o Herr und Meister, sie uns nun angekündigt hast.

187,3. Aber da Du nun schon so gnädig warst und hast uns als für vollends bestimmt zum voraus angezeigt, dass Du noch ein zweites Mal persönlich auf diese Erde zu den Menschen für bleibend kommen werdest, so könntest Du uns ja auch noch hinzu sagen, wo Du auf diese Erde zu den Menschen wiederkommen wirst! Wie wird das Land, der Ort und das glückliche Volk heissen?“

187,4. Sagte Ich: „Freund, auf diese deine Frage kann Ich dir nun wohl keine für euch verständliche Antwort erteilen, denn es werden in jener Zeit gar viele neue Orte, Länder und Völker entstehen, die jetzt noch keinen Namen haben; dass Ich aber nur in einem solchen Lande und an einem solchen Ort wieder zur Erde kommen werde, wo unter den Menschen noch der meiste und lebendigste Glaube und die meiste und wahrste Liebe zu Gott und zu den Nächsten bestehen wird, das kannst du als ganz sicher und vollwahr annehmen und glauben.

187,5. Doch so Ich kommen werde, da werde Ich nicht allein kommen, sondern all die Meinen, die schon lange in Meinem Himmelreiche bei Mir sein werden, werden mit Mir in übergrossen Scharen kommen und stärken ihre noch auf der Erde im Fleische wandelnden Brüder, und es wird so eine wahre Gemeinschaft zwischen den schon seligsten Geistern der Himmel und den Menschen dieser Erde bestehen, was den derzeit lebenden Menschen sicher zum grössten Troste gereichen wird.

187,6. Und nun wisset ihr alles, was euch zu wissen nötig war. Tut danach, so werdet ihr das ewige Leben ernten; denn Ich werde euch erwecken am jüngsten Tage!“

187,7. Da sagte Kado: „O Herr und Meister, das geschähe dann ja schon morgen? Denn ein jeder neue Tag ist für uns ein jüngster!“

187,8. Sagte Ich: „Ich meine da keinen diesirdischen Tag, sondern einen geistigen im Jenseits. Wenn du den Leib wirst verlassen haben und eintrittst in das Reich der Geister, dann auch wird das dein jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gerichte der Materie erlösen, und dies ist das Erwecken am jüngsten Tage.“

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Wo sind Himmel & Hölle ? Ein Ehepaar im Jenseits – Geistige Sonne durch Jakob Lorber

Wo sind Himmel und HölleWo sind Himmel und Hölle… Ein Ehepaar im Jenseits
Geistige Sonne Band 1 – Kapitel 35-39

Mitteilungen Jesu Christi über die geistigen Lebensverhältnisse des Jenseits. Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber. Jesus offenbart durch Jakob Lorber in Die geistige Sonne

Ein Ehepaar im Jenseits

Band 1, Kapitel 35

1. Sehet, nicht ferne von uns werdet ihr ein Paar menschliche Wesen erschauen. Es sind ein Mann und ein Weib, und das gerade in einer solchen Situation, die wir zu unserem Zwecke recht gut verwenden können. Also gehen wir nur schnell darauf zu, damit wir sie gleich einholen. – Ihr fraget, wie das Verhältnis beschaffen sei zwischen diesen beiden. – Ich sage euch: Für unseren Zweck könnte es nicht besser beschaffen sein als es ist. Es ist ein Verhältnis, wo das Weib nur sechs Jahre vor dem Manne gestorben ist. Der Mann hat viel getrauert um sie, hat aber im Verlaufe von ein paar Jahren sich so recht der Religion in die Arme geworfen, und so treu gelebt seiner Erkenntnis zufolge. Nun aber ist auch er von der Erde abberufen worden und kam vor kurzer Zeit erst hier an. – Diese Einleitung ist vorderhand hinreichend; das Nähere sollet ihr im Geiste praktisch erfahren.

2. Da wir bei dieser Gelegenheit, wie ihr sehet, auch glücklich unser Pärchen eingeholt haben, so braucht ihr nichts als auf das Zwiegespräch, welches soeben beginnen wird, acht zu haben und ihr werdet daraus alles Notwendige entnehmen können. Nun höret! Sie beginnt soeben eine Frage an ihren Mann zu stellen und spricht:

3. Mich freut es ausserordentlich, dich nach längerer Zeit endlich einmal wieder zu erschauen, und glaube auch, dass uns hinfort kein Tod mehr trennen wird. Aber nun sage mir nur auch, soviel du mir sagen kannst, ob meine letzte Willensanordnung genau befolgt worden ist. Denn solches liegt mir ausserordentlich am Herzen.

4. Der Mann spricht: Mein über alles geliebtes Weib! Damit du ersehest, wie pünktlich deine letzte Willensanordnung beachtet ward, so sage ich dir nur so viel, dass ich selbst in meiner letzten Willensanordnung nichts anderes tat als das nur, dass ich deine Willensanordnung wieder von neuem bestätigte und somit in meiner letzten Willensanordnung mich genau an die deinige hielt bis auf einige unbedeutende Legate. Sonst aber ist unser gesamtes, von mir noch um mehrere Tausende vermehrtes Vermögen unseren Kindern eingeantwortet. Bist du damit zufrieden?

5. Das Weib spricht: Mein stets geliebter Gemahl, bis auf die Legate ganz vollkommen! Sage mir daher: wieviel möchten diese betragen? Und wem sind sie vermacht worden? – Mein geliebtes Weib, spricht er, die gesamten Legate betragen nicht mehr als zweitausend Gulden, und diese sind in fünf Teile geteilt, und bis auf eins habe ich diese Legate vieren deiner Anverwandten vermacht; nur einen Teil musste ich ehrenhalber der Armenkasse vermachen. Ich hätte auch solches nicht getan, so du nicht manchmal bei deinen Lebzeiten schon dich geäussert hättest, solcher deiner Anverwandten zu gedenken. Was aber die Armen betrifft, da weisst du ja ohnehin, dass man schon fürs erste der Welt wegen etwas tun muss, und dann aber auch um Gottes Willen etwas, da man doch ein Christ und kein Heide ist. Übrigens macht dieser Bettel von zweitausend Gulden gegen unser hinterlassenes grosses Vermögen ja ohnedies nichts aus; denn wie ich es am Ende berechnet habe, bekommt jedes unserer hinterlassenen sieben Kinder eine runde Summe von einmalhundertfünfzigtausend Gulden. Dazu sind alle Kinder gehörig wirtschaftlich erzogen, und so kannst du also ganz ruhig sein über dein hinterlassenes Vermögen, wie ich es bin, und kannst nun an meiner Seite dich samt mir um ein anderes Vermögen umsehen, welches uns hier wenigstens in eine entsprechend glückliche Lage bringen kann, in welcher wir so bestehen möchten…

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Rhema 20.03.2021.Ursache von Erdbeben & Warum Ich sie zulasse – Jesus erklärt – Himmelsgaben

Erdbeben und deren UrsachenErdbeben, Sinklöcher & Erdspalten… Jesus erklärt deren Ursachen

Himmelsgaben – 27. September 1840
Der Herr offenbarte durch Seinen Knecht Jakob Lorber Folgendes…

1. Es gibt der Erscheinungen in der Natur noch sehr viele, sowohl im Grossen als auch im Kleinen, über deren wahren Grund noch keinem sogenannten Naturgelehrten je etwas geträumt hat.

2. Zu solchen Erscheinungen gehören z.B. der Magnet des Nordpols, das Nordlicht, der Blitz, wie auch ferner die sogenannten Schnellgebilde, dergleichen da sind die Sternschnuppen, Wölkchen am reinsten blauen Himmel, die kristallinischen Bildungen, ferner die Ebbe und Flut des Meeres, die Schwingungen der Erde, ein längeres Beben derselben, wie auch gewaltige Stösse, welche, wie euch mehrere Beispiele und Erfahrungen zeigen, schon öfter ganze Gegenden in wenig Sekunden gänzlich zugrunde gerichtet haben. Zu diesen Erscheinungen gehören auch die Bergstürze, grosse Erdlawinen, oft ganze Versinkungen der Berge und Inseln und noch ferner das Sich-Spalten der Erde, das Ausbleiben der Quellen, das Versiegen der Brunnen, das starke Zurücktreten des Meeres und bei solchen Gelegenheiten das öftere Hervorbrechen von Rauch und Feuer aus den Klüften der Erde. Und dergleichen Erscheinungen gibt es noch zahllose, welche teils schon beobachtet, teils aber noch von niemanden beobachtet wurden.

3. Jedoch von allen diesen nun erwähnten aussergewöhnlichen und ausserordentlichen Erscheinungen will Ich heute nur das Erdbeben wie auch die Schwingungen der Erde und Stösse derselben wie auch manches auf dieses Bezug habende näher beleuchten.

4. Das sogenannte Erdbeben ist keine eigene, für sich entstehende Erscheinung, sondern ist nur die Folge eines auf irgendeinem losen Punkte der Erde entstandenen Erdstosses, welcher auf folgende Weise bewirkt wird:

5. Tief in den innersten Gebilden des Erdwesens befinden sich, gerade wie in dem Körper eines Tieres, gewisserart Eingeweide. Es sind aber, wie schon erwähnt, durch alle Teile der Erde bis zum Mittelpunkte derselben überall zahllose Heere der einst gefallenen Geister gebannt, denen allen nach Meiner Ordnung eine gewisse Frist zu ihrer Wiederbelebung gegeben ist. Wenn nun auf irgendeinem Punkte der Erde irgendein Menschengeschlecht zu sinnlich und materiell wird, so dass beim Sterben solcher Menschen ihre Geister nicht zum ewigen (Geistes-)Leben, sondern wieder in den Tod der Materie übergehen, so treten dann eben diese Geister wieder in die Tiefen der Erde zurück und werden gefesselt wie zuvor, ehe sie geboren wurden.

6. Seht, wenn das lange fort und fort dauert, so wird ein solcher Punkt im Innern der Erde nach und nach überladen. Diese Geister fangen dann an, in ihren bösen Begierden sich zu drängen, zu reiben und zu entzünden. Dadurch aber werden auch diejenigen Geister, die noch nicht in ein Menschenleben geboren wurden, ebenfalls aus dem Zustande ihrer Ruhe geweckt, zersprengen ihre kleinen Kerker, brechen dann in ihrem beleidigten Eifer in mächtigen Feuersäulen auf die anderen Geister los und wollen sie vernichten. Die geborengewesenen und wieder gefallenen Geister aber entzünden sich da noch mehr, da sie glauben, ein solches Feuer rühre als das sogenannte Höllenfeuer als Strafe unmittelbar von Mir, erbrennen dann in Wut gegen Mich und wollen Mich, alle Engel und den Himmel zerstören und vernichten.

7. Wenn dann solches vor sich zu gehen anfängt, alsdann wird sobald ein frieden- und ruhestiftender Engel von Mir abgesandt. Dieser öffnet die Schleusen irgendeines unterirdischen grossen Wasserbehälters. Und das Wasser stürzt dann, vom Engel geleitet, in Blitzesschnelle hin auf einen solchen wuterglühenden Punkt der Erde.

8. Wenn nun das Wasser mit seinen Friedensgeistern eine solche Stelle erreicht hat, alsdann treten diese hinaus aus ihrer leichten Umhüllung, entzünden sich gegen solche bösen Rotten und züchtigen dieselben mit dem Feuer des Friedens.

9. Das Wasser selbst aber löst sich natürlich in die euch bekannten Dämpfe auf und übt durch solche plötzliche Ausdehnung mit Hilfe seiner Geister einen so gewaltigen Stoss aus, dass an der Stelle, die sich gerade über einem solchen Punkte befindet, Berge, Städte, Märkte und Dörfer wie Spreu zusammengeschüttelt und übereinander geworfen werden.

10. Dadurch entstehen nun im Innern der Erde neue Spalten und Klüfte, die sich oft bis zur Oberfläche der Erde heraufziehen, in welche Klüfte sich dann die ungeborenen Naturgeister, vereinigt mit den friedlichen Wassergeistern, zur ferneren Ausbildung von dem Engel geleiten lassen. Die bösen, gefallenen Geister aber, die da schon geboren waren, bleiben dann gesänftet zurück in dem auf diese Art entstandenen Schlammpfuhle.

11. Nun seht, das ist der eigentliche Grund der Entstehung eines solchen Erdstosses!

12. Was aber die sogenannten Schwebungen und Schwingungen betrifft, welche mit dem allgemeinen Ausdrucke „Erdbeben“ bezeichnet werden, so sind diese nichts anderes als die vom Öffnen der Schleuse durch den Engel wie auch durch das Fallen des Wassers notwendigerweise erregten kleinen Rückungen der Erdschichten, welche teils ein solches Becken umgeben, teils aber auch dadurch aus ihrer Ruhe gebracht werden, wenn fürs erste durch solche höhere Kraft die Schichten unter dem Becken bis zum losen Punkte gewaltsam getrennt werden; und fürs zweite dann aber auch durch den gewaltigen schweren Fall der Wassermassen in einer länger währenden Erzitterung erhalten werden. – Diese Bewegung ist nun also der Grund der Schwingungen.

13. Was aber das Beben der Erde nach einem solchen gewaltigen Stosse betrifft, so ist dies alles eine Folge des Rückzuges der Wassergeister mit den ungeborenen Geistern in die verschiedenen neuen Spalten und Klüfte des Erdkörpers. Denn darum ist die Erde erschaffen worden, dass sie trage in ihren Eingeweiden ein gefallenes Geschlecht der Geister zur endlichen Wieder-Entstehung in ein freies, ewiges Leben in und aus Mir.

14. Solange es nun irgendwo auf der Erde ein widerspenstiges Geschlecht gibt, so lange auch werden solche Erscheinungen um so häufiger vorkommen, je sinnlicher und gottvergessener irgendein Menschengeschlecht auf der Oberfläche der Erde wird.

15. Denn sehet, dass dieses alles buchstäblich wahr ist, könnet ihr sehr leicht daraus ersehen, wenn ihr fürs erste eure Blicke über die ganze Oberfläche der Erde richtet und hie und da solche Erscheinungen vernehmet in der ganzen Schrecklichkeit ihrer tobenden Grösse, wie z.B. die Zerstörung Lissabons, ferner die auf der Insel Jamaika und dergleichen mehrere bis auf die jetzige Zeit in der Gegend des Berges Ararat, welche letztere ganz wortgetreu in dem Sinne Meiner heutigen Mitteilung vor sich ging und wovon nahe selbst bis zu euch her nicht unbedeutende Spuren vor einigen Wochen vernommen wurden. Selbst bis nach Amerika wurden ja wiederholte Stösse deutlich empfunden, was wie folgt bewirkt wird:

16. Wenn unterirdisch sich entweder eine kontinuierende Stein- oder Erdschicht ohne Unterbrechung bis zum losen Punkte fortzieht, so wird ein solcher Stoss auf die nämliche Weise weithin fortgepflanzt, wie wenn ihr sehr viele Stangen, aneinander befestigt, in einer geraden Linie auf eine weitgedehnte Fläche legen möchtet. Wenn ihr dann auf dem Punkte A einen gewaltigen Stoss auf diese kontinuierenden Stangen ausüben würdet, so würde sich dieser Stoss bis zum Punkte B, allwo die Stangen aufhören, im Augenblicke des Stosses noch sehr bedeutend wahrnehmen lassen. Auf diese Weise kann dann ein solcher Stoss selbst bis in die entferntesten Gegenden fast zu gleicher Zeit wahrgenommen werden.

17. Obschon aber solche Wahrnehmungen demnach natürliche Folgen sind, so sind sie aber doch nicht bloss als solche anzusehen; sondern, wenn sie zweckwidrig wären, so könnet ihr euch wohl denken, dass es Mir ein leichtes wäre, sie zu verhindern. Weil sie aber zweckdienlich sind aus Meiner Liebe und Weisheit, so werden sie vielmehr an solche Orte als warnende Mahnboten geführt, allwo sich Menschen vorfinden, die von Mir kaum mehr etwas wissen als die Bäume in einem Walde. Solche Boten sagen dann den Gott vergessenende Menschen, dass Ich noch nicht gestorben bin, sondern noch bestehe in aller Meiner Macht und Kraft. Und da es von Mir nur eines leisesten Winkes bedarf, so kann auch solchen benachrichtigten Stellen der Erde ein Ähnliches ergehen wie der Gegend Ararat.

18. Denn seht, in einer Tiefe von kaum zwanzigtausend Klaftern, ja hie und da von kaum zweittausend Klaftern, ist euer Land, Steiermark genannt, durch und durch unterminiert mit grossen und sehr tiefen Wasserbecken. Und so ruhen denn eure Berge sowohl als das wenige Flachland gewisserart schwimmend auf der Oberfläche des unterirdischen Gewässers und werden hie und da durch Steinmassen, gleich grossen Säulen, mit dem Inneren der Erde verbunden.

19. Es braucht demnach nichts weiter als noch mehr Vergessenheit Meines Wesens, als sie schon soeben in einem hohen Grade eingetreten ist – so könnt ihr versichert sein, dass Ich auch hier imstande bin, euch alsogleich ein noch grösseres Elementar-Spektakel vorzuführen. Jedoch sage Ich: Wehe den Menschen, welche Ich mit solchen Erscheinungen heimzusuchen genötigt bin! Die werden wohl eine zweite Schöpfung abwarten können, bis ihnen wieder irgendein Weg zu einem abermaligen Freiheitsprobeleben gegeben wird!

20. Nun seht, so wie diese Ereignisse vor sich gehen nach Meinem ewigen Ratschlusse, so auch fällt kein Tröpfchen aus den Wolken, welches nicht zuerst in Meiner Liebe gedacht worden wäre! Und glaubet es Mir, wenn Ich, so wie gestern, einen Regen zur Erde herab sende aus den höheren Triften des werdenden Lebens aus Mir, durch die Regionen des Lichtes, so hängt im Grunde die Erhaltung der ganzen Erde, ja des ganzen Universums von dem ersten Tröpfchen ab, welches kaum ein Sandkörnchen befeuchtete.

21. Da werdet ihr freilich sagen, das sei fast unwahrscheinlich. Allein Ich sage euch: Wenn dieses Tröpfchen nicht zur allerbestimmtesten Zeit eben dieses Sandkörnchen befeuchtet hätte, so hätte der in diesem Körnchen gebannte und ergrimmte Geist das Körnchen zersprengt, hätte dadurch die Geister, die ihn nachbarlich umlagerten, zu einer ähnlichen Handlung geweckt, und diese wieder ihre Nachbarn, und so fort bis auf das letzte Stäubchen der Erde. Und ihr könnt ganz vollkommen versichert sein, dass in der nächsten Sekunde die ganze Erde in vernichtenden Flammen und Rauch aufginge. Und wie hier ein Sandkörnchen das andere zur Zerstörung geweckt hätte, so würde eine Erde die andere wecken und eine Sonne die andere, und so fort bis ins Unendliche. Und dieses alles wäre das Werk fast eines und desselben Augenblickes, geradeso als wenn ihr euch einen grossen Haufen des verfluchten Schiesspulvers dächtet und würde da jemand nur ein Körnchen entzünden, und wäre der Haufen so gross als die Erde selbst, so würden doch in demselben Augenblicke alle Körner vom Feuer ergriffen werden.

22. Wenn aber zuvor ein solches Pulverkörnchen, welches gerade ausgesetzt war zur ersten Aufnahme des Feuers in einem Fünkchen, durch einen solchen Tropfen befeuchtet würde – was wird nun geschehen, wenn das Fünkchen auf das befeuchtete Körnchen kommt? – Das befeuchtete Körnchen wird sich nun nicht entzünden, und der ganze andere grosse Klumpen wird dadurch gesichert sein vor der Zerstörung.

23. Seht, es hängt nichts, was ihr auch immer ansehen möget, ja selbst nicht die Bewegung eines Sonnenstäubchens, von einem sogenannten blinden Zufall ab – sondern dieses alles ist von Mir schon von Ewigkeit her auf das allergenauste berechnet und bemessen. Und wäre es einem Menschen oder selbst einem Engelsgeiste möglich, darinnen eine Abänderung zu finden, und wirkete dabei Meine ewige Sorge nur einen Augenblick nicht mit, so würdet ihr erfahren, welche Verheerungen aus der unordentlichen Wendung auch nur eines Sonnenstäubchens vor sich gehen würden.

24. Ich aber sage euch: Der Schwerpunkt einer Zentralsonne hängt in seiner Ordnung auf das intimste von der Wendung eines für eure Augen nicht mehr sichtbaren Stäubchens ab. Denn meine Ordnung ist so wohl berechnet und Meine Blicke sind so genau auf alles gerichtet, dass vom Allergrössten bis zum Allerkleinsten eines da sei zur Erhaltung des andern.

25. Nun werdet ihr auch fragen: Warum diese grossen Wasserbecken unter den Bergen und Flächen, wodurch die Oberfläche keinen Augenblick sicher ist vor dem Versinken in die meilentiefen Fluten solcher Gewässer? – Allein Ich sage: Es ist alles so eingerichtet, dass es ewig bestehen kann, wenn nicht die freiwillige Bosheit der Menschen Störungen in Meiner ewigen Ordnung verursacht, die Ich nicht hindern darf, da sie von der Freiheit des Willens der Menschen herrühren und weil der freie Wille auch nur eines Menschen (Mir) unendlich höher steht als ein ganzes Sonnengebiet mit allen Planeten, Monden und Kometen.

26. Und nähme Ich das Wasser aus diesen Becken, so saget, womit könnte das grosse Feuer in den inneren Gemächern der Erde gesänftet und gemildert werden?

27. Ist euch eine solche Erscheinung wie die der Gegend Ararat erschrecklich, so ist sie aber andererseits doch wieder ein neuer Segen zur Erhaltung des Ganzen. Denn würde das nicht geschehen auf die schon erwähnte Art, so würde im nächsten Augenblicke, statt der Zerstörung einer kleinen Gegend, die ganze Erde ein völlig vernichtendes Los erfahren.

28. Daher bin Ich in allem, was da euer Auge und Ohr berühren kann, nichts als immerwährend die ewige Liebe Selbst. Wie einst die Welt entstanden ist aus der Erbarmung Meiner Liebe, so besteht sie in Meiner Liebe und so wird sie einst auch nur sanft aufgelöst werden in Meiner Liebe. – Und ist auch der Zorn Meiner Gottheit das Sichtbare der Materie, so wird aber dieselbe doch nur gesänftet erhalten von Meiner Liebe, solange es Meine Ordnung für notwendig finden wird.

29. Und so könnet ihr auch vollkommen versichert sein, dass wenn auf irgendeinem Orte unter einer Million Menschen nur einer ist, der Mich in seiner Liebe erkannt hat, so wird der Ort, und wäre seine Unterlage so dünn wie ein Blatt Papier, dennoch so fest und sicher bestehen, als wäre sein Untergrund ein viele Meilen dickes und festes Gestein. Allwo aber unter einer Million auch nicht einer mehr anzutreffen ist, der Mich erkennen möchte als den liebevollsten Erhalter aller Welten und aller Geschöpfe, alldort wird eine sonnendicke Diamantenkruste zu schwach werden, um die vernichtende Notwendigkeit Meiner ewigen Ordnung aufzuhalten.

30. Sehet daher, so ihr Mich wahrhaft liebet, sollet ihr gar nichts fürchten, und würde die Erde auch unter euren Füssen in Trümmer zerbröckelt werden! – Wahrlich, Ich sage euch: Auch auf den dampfenden Trümmern einer zerstörten Welt würdet ihr erfahren, dass Ich die Ewige Liebe bin, und ein wahrer, einzig guter Vater denen, die Mich im Geiste und in der Wahrheit der Liebe ihres Herzens erkannt haben.

31. Ja, Ich sage euch, Ich will Sonnen zerstören und die Trümmer der Welt wie Blitze durcheinanderwerfen und entzünden mit dem Feuer Meines Grimmes die ganze ewige Unendlichkeit, und doch soll auch nicht ein Haar gesengt werden denen, die Mich lieben. Denn Ich bin allezeit ein liebender und heiliger Vater Meinen Kindern! – Amen.

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Die aufgehende Sonne Jesu Christi im Herzen des Menschen – Das Grosse Johannes Evangelium

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNESDAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 147-149… Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 147. Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

12. Und die beiden Essäer sagen: » …

13. Nun glauben es auch wir fest, daß dieser Nazaräer mehr denn allein ein vollkommenster Mensch ist. Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner, aber in Seinen Eingeweiden und in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht, der die ganze Unendlichkeit gehorcht! Aber nun richten wir nach Seinem Worte unsere Augen nach dem Aufgange, um Wunder zu schauen!«

14. Sagt Petrus: »Ob gerade da ein besonderes Wunder zu ersehen sein wird, wissen wir kaum; aber wie uns schon jetzt die mit rotem Lichte umsäumten Wölkchen am fernen Horizonte verkünden, werden wir von dieser Höhe das schönste Schauspiel der Schöpfung Gottes erleben und werden daraus die Lehre nehmen können, wie ein gleicher Aufgang unserer Seele zuteil geworden ist und bleiben wird ewig!«

15. Sagt einer der Essäer: »Jawohl, ein Aufgang nicht nur uns, sondern der ganzen Erde, ja der ganzen Unendlichkeit! Denn es scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!

16. Daß der göttliche Geist sich besonders diese Erde erwählt hat, ist freilich ein etwas unergründliches Ding für unsern Geist, da Er – wie wir nun wissen – zahllose Myriaden der großherrlichsten Lichtwelten hat, auf denen Er mit Sich Selbst die eigene Menschwerdung hätte vornehmen können; aber Er wird es am besten wissen, warum Er gerade die Erde gewählt hat!

17. Früher, als wir noch der Meinung waren, daß diese Erde die einzige Welt im ganzen Universum sei, da wäre die Sache recht gut begreiflich gewesen; denn da wäre nach dem Naturgange der Dinge nichts anderes übriggeblieben. Diese Erde war die einzige, nach unsern Begriffen endlos große Welt, deren Wässer an die des Firmamentes reicheten, und wir glaubten, daß die Sonne, der Mond und die Sterne bloß darum da wären, um mit ihrem Lichte diese Welt zu erleuchten! Aber nun hat auf einmal alles ein ganz anderes Gesicht bekommen; wir wissen nun, was all die Sterne, der Mond und die Sonne sind, und wir wissen, wie klein unsere Erde gegen eine Sonnenerde ist.

18. Nun läßt sich’s denn wohl fragen und sagen: “Wie kam dieses Sandkörnchen, Erde genannt, zu dieser Gnade?” Wahrlich, diese Frage wird dereinst noch eine sehr gewichtige werden und wird vielen zu einem gewaltigen Anstoße werden! Darum wäre es wohl nach unserer Meinung nicht ganz überflüssig, auch über diesen Punkt eine genügende Aufhellung zu bekommen! – Was meint ihr, dürften wir Ihn darüber befragen?«

19. Sagt Petrus: »Versuchet es in eurem Herzen! Kommt eine Antwort, so wird es wohl und gut sein, und kommt darauf keine weitere Antwort zum Vorscheine, dann ist es ein Zeichen, daß wir für solch eine Belehrung noch nicht reif genug sind! – Aber nun sehet hin, die Sonne ist dem Aufgange schon sehr nahe; denn die Wölkchen des Morgens leuchten schon so stark, daß man sie kaum mehr anblicken kann!«

20. Sagt der Essäer: »Ja wahrlich! Oh, das ist ein unbeschreiblich herrlicher Anblick! Aber merket ihr es nicht, wie dort über den Wolken sich etwas bewegt? Es sieht beinahe so aus, als ob eben über den Wölkchen sich Sterne von besonderem Glanze hin und her bewegten! Was mag das doch sein?«

21. Sagt Petrus: »Was es eigentlich ist, das wird wohl nur der Herr allein wissen; aber wir Fischer nennen solche eben nicht selten vorkommenden Erscheinungen “Morgenfischlein”. Wenn diese zu sehen sind, dann läßt sich gut fischen im Wasser, und es kommt gen Abend hin sicher ein Wetter oder zum wenigsten ein starker Sturmwind. Obschon ich im Ernste gestehen muß, daß ich selbst dergleichen Fischlein in solcher Frische und Lebhaftigkeit noch nicht gesehen habe, so ist mir aber dennoch diese Erscheinung nicht fremd; nur läßt sich hier vielleicht, von dieser Höhe aus, diese Erscheinung besser ausnehmen als unten von der Tiefe!«

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Wenn du die Welt satt hast und krank bist, dann höre Meine Worte – Himmelsgaben von Jesus Christus

Himmelsgaben von Jesus ChristusJesus sagt…
Wenn du die Welt satt hast und
krank bist, höre Meine Worte…

Himmelsgaben – 17. Dezember 1841

Die Verse 1-5 enthalten Jakob Lorbers Bitte an den Herrn, ein Wort für eine weltmüde Schwester zu bekommen und hier ist die Antwort des himmlischen Vaters an Cäcilia…

6. Wer sein Auge in was immer der Welt zuwendet, der wird früher oder später gewahr werden, womit und wie die Welt ihre Verehrer, Bewerber und Arbeiter lohnt.

7. Was ist die Welt? – Nichts als des Todes Leib, der da ist gleich einem Grabe, darin nicht viel Rares zu finden ist, nämlich nichts als stinkender Moder, der allerekelhafteste Unflat und in die Verwesung übergehende Gebeine und zu allem dem eine Legion fressender Würmer! – Siehe, das sind die ‚Schätze der Welt‘! – So scheusslich sie auch immer sind, so werden sie aber besonders in dieser Zeit doch mit einer solchen leidenschaftlichen Heftigkeit gesucht, dass die Menschen, so Ich sie auch, ihrer Freiheit unbeschadet, durch Meine Vaterliebe wie möglich davon abhalte, beinahe verzweifelnd, ja mit Selbstentleibungssinne umgehen, wenn Ich es nicht alsobald zulasse, dass sie in das Grab des ewigen Todes sich stürzen!

8. Siehe, also ist nun die Welt! Und also unaussprechlich töricht und häufig wahrhaft böse sind nun auch die Menschen in ihr beschaffen! Und Ich sage dir noch hinzu, dass es gegenwärtig unter hundert Menschen kaum einen Halbgerechten und unter tausend kaum einen Vollgerechten gibt. Denn die Welt hat sie alle mehr und (nur selten) weniger mit aller Blindheit geschlagen.

9. Siehe die schändliche Kleidermode! Ich sage dir, sie ist ein grausamer Wurm des Todes, der schon beim lebendigen Leibe die Herzen anzufressen beginnt. Auf der Kleidermode liegt einer der grössten Flüche von Mir! Denn sie ist die ‚Schminke des Todes‘, durch welche schon Tausende und Millionen um das ewige Leben betrogen worden sind.

10. Siehe weiter den verfluchten Tanz! Dieser ist den Dampfgelegenheiten gleich (Reise mittels Dampf-Eisenbahn), mittels welcher man sowohl in leiblicher, aber noch viel mehr geistiger Hinsicht mit wahrhaft riesenhafter Schnelle das doppelte Grab erreichen kann! Der Tänzer und die Tänzerin führet den Tod unter den Armen. Was soll dann Ich mit ihnen machen? Ich lasse sie gehen, denn sie haben ja schon ihren Lohn, um den sie sich so zerschwitzet haben!

11. Und weiter siehe den Wucher, den Neid, den Geiz! – Diese drei sind von oben bis unten die ‚Seele‘ der Menschenlarven (der Name Mensch ist für solche arg tote Knechte des Todes ja doch zu erhaben!). Ja sie können nicht einmal mehr ‚Sünder‘ heissen. Denn der Sünder ist doch zuweilen reumütig und hat manchmal doch wenigstens noch den Wunsch, sich zu bessern. Allein diese Dreiheit von einer Weltseele, die jedes Menschen Wert nur nach dem ewig verfluchten Gelde bestimmt, hat keine Reue. Wo ist der Reiche, den es gereuen möchte, reich zu sein! Wenn einer auch schon soviel hat, dass er, so er jährlich fünftausend Gulden verzehren möchte, allein vom Kapitale hundert Jahre und länger ausreichen könnte, dann will er noch stets reicher und reicher werden. Und so er einem Armen einmal hundert Gulden schenken soll, wie ungern wird er es tun! – Wie wenige unter den Reichen es gibt, die da freudigen Herzens reich sind für ihre armen Brüder und Schwestern – solches weiss Ich sicher am allerbesten. Ich sage Dir, so du sie an den Fingern zählen möchtest, da dürften dir wohl einige Finger noch übrigbleiben für diese Stadt, wo es doch mehr als fünfhundert Reiche gibt!

12. Siehe weiter die Treulosigkeit der nur sich selbst liebenden Menschen! Meinst du, dass einer von denen, die sich dir erklärt haben, dich deiner selbst willen geliebt hat? – O glaube es Mir, sich selbst nur liebte ein jeder in dir! – Allein da in deiner besseren Brust das arge Auge deiner Erklärten sich in einer gewissen Hinsicht verkleinert erblicken musste, so wurde es ihnen unbehaglich, da ihre Eigenliebe darunter litt und nicht minder stark ihre fleischliche Sinnlichkeit. Siehe, und daher wurden sie dir untreu!

Text & Audio zu Videoinhalt… Folgt in Kürze

Video https://www.youtube.com/watch?v=9FYg09AT1vA

Video Englisch https://www.youtube.com/watch?v=VQghzDmQ8sk

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